, Marlis Walker
Wandern Dent du Midi (21.-23. August)
Es sind keine Gewitter angesagt. Die Tour findet statt. Die einen sind beim Abmarsch in Campery optimistisch und starten mit Sonnenbrille, andere montieren vorsorglich die Gamaschen und die Regenhülle um den Rucksack. In der Zvieri-Hütte Bonavau gönnen wir uns Kaffee und Kuchen. Frohen Mutes und ohne Regen peilen wir unser Tagesziel an. Nass und zufrieden, kommen wir in der Cabane de Susanfe an. Es wurde eng in der Hütte, um unsere nassen Pelerinen und Schirme zu trocknen.
Am zweiten Tag geht`s los zum Hauptgipfel Haut Cime des Dents du Midi. Der steile Weg zum Gipfel ist viel angenehmer als Markus befürchtete, schade ist, dass Nebelschwaden den Gipfel umhüllten, wir vermissen die Weitsicht. Die Freude ist trotzdem gross, wir haben es alle geschafft. Auch der Abstieg forderte unsere Beinarbeit. Beim verdienten Bier in der Auberge de Salanfe präsentiert sich das Dents de Midi Massiv in seiner vollen Pracht. Die heutige Unterkunft ist komfortabler und bietet uns sogar eine Dusche an.
Der dritte Tag zeigt sich kaiserlich. Beim Aufstieg zum Col d‘Emaney schnabulieren wir köstliche Heubeeri. Die Steingeissen mit ihren Jungen warteten, um uns ihre Kletterkünste zu zeigen. Nach der Überschreitung vom Col de Barberine ging es wieder steil runter zum Lac d‘Emosson. Auch die Heimreise ist ein Erlebnis, wir werden belohnt mit spektakulären Bähnlifahrten.